Diverse Leute haben nun zum Boykott aufgerufen, was ich ehrlich gesagt durchaus sympathisch finde (und nicht soo schwierig, da ja Світоч schon seit längerem bessere Produkte herstellt), aber interessant finde ich in diesem Zusammenhang schon, dass im Kontext der ganzen Diskussionen um Änderungen der Sprachgesetzgebung (also sowohl was das KK-Gesetz betrifft als auch die entsprechenden Vorstöße davor), hier sich ganz offensichtlich ein Argument, das von der anderen Seite gern ins Lächerliche gezogen wurde, bewahrheitet: wenn die Staatssprache nicht mehr verpflichtend und es letztlich jedem selbst überlassen ist, in welcher Sprache er publiziert, Packungen beschriftet oder gar Straßenschilder (bin ehrlich gesagt nicht sicher, wie derzeit der Status bezüglich Straßenschildern ist), dann geschieht das zu Lasten der ukrainischen Sprache, da durch die Russifizierungspolitik der sowjetischen Zeit (und der Regionalen jetzt) ohnehin jeder Russisch versteht und daher die "Notwendigkeit" einer anderen Sprache wegfällt.
Nun sind Bonbon-Etikette keine dramatische Umwälzung, und niemand wird daran verhungern oder was auch immer, aber es ist ein interessantes Detail und sollte die Menschen vorsichtig machen, ihre nationale Eigenständigkeit nicht leichtfertig zu opfern.


