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- mbert
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Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Ich habe hier noch einen interessanten Text, den der Blogger Karl Volokh heute auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat (Quelle siehe unten). Die hier vorliegende deutsche Übersetzung wartet derzeit bei Ukraine-Nachrichten auf Veröffentlichung.
Da in der letzten Zeit den Laien der Synagoge im Stadtteil Podol etwas sehr Merkwürdiges passiert ist, äußerten einige jüdische Organisationen und Medien ihre Befürchtungen bezüglich beinahe körperlicher Gefährdung für die hier lebenden Juden und wandten sich an den Präsidenten der Ukraine mit der Forderung, die Sicherheit der Gemeinde zu gewährleisten. Dabei deuteten sie etwa die Verbindung dieser Angriffe mit rechtsradikalen Parteien und Gruppierungen an, die es zwischen den auf dem Maidan vertretenen Kräften gibt. Unterdessen betrachten die rennomiertesten jüdischen Organisationen, inklusive Vaad (Assoziation jüdischer Organisationen und Gemeinden) der Ukraine, diese Version eher skeptisch. Der Blogger Karl Voloch analysiert diese Ereignisse.
Eine Moskauer Spur in der Synagoge von Podol
Zunächst eine kleine Anekdote. Nach den beiden Angriffen ist die Situation in der Podoler Synagoge in Kiew in der letzten Zeit unruhig. Deshalb, als ein Mitarbeiter der Synagoge gestern am Ausgang von irgendwelchen Typen angesprochen wurde, ob er Jude sei, reagierte er nervös. Aber im Gegensatz zu vorigen Jeschiwastudenten, deren heldenhafteste Tat im Leben ein Mückenmord gewesen war, war dieser ein normaler ukrainischer Kerl und hat den Fragenden direkt auf die Birne gehauen, wonach die missglückten Rabauken eilig fort galoppierten. Freilich ist dies wirklich nur eine Anekdote – im Gegensatz zu den beiden vorigen Vorfällen.
Gestern aßen wir zusammen zu Mittag mit dem Mitarbeiter der Israelischen Botschaft, der diesen Geschichten unmittelbar nachgegangen war. Aus seiner Erzählung und aus der früheren Publikationen konnte ich für mich einige bemerkenswerte Schlüsse ziehen. (Ich erwähne hier keine „Merkwürdigkeiten“, von denen schon Yosyf Zisels in seinem Statement schrieb – wer will, kann es selber finden).
1. Erstaunliche Hartnäckigkeit. Der erste Versuch, einen Jeschiwastudenten zu verprügeln, war nicht so ganz gelungen – die Leute kamen und machten viel Lärm. Und die sogenannten „Skinheads“ kamen ein paar Tage Später noch einmal, um den Versuch zu wiederholen – als ob sie eine konkrete Aufgabe gehabt und sie beim ersten Mal nicht erfüllt hätten. Geben Sie zu, das klingt merkwürdig. Denn es gab doch einen Angriff, es gab auch eine Prügelei – was will man mehr? Ist es möglich, zu glauben, dass die Aufgabe in einem bestimmten (ernsteren) Grad körperlicher Verletzungen bestand? Eher nicht. Aber wenn man sich vorstellt, dass die Aufgabe war, eine gewisse Propaganda-Wirkung zu erreichen (Medienskandal, Briefe von jüdischen Organisationen, Erklärungen der Botschaft etc.) und die zu schwachen Prügel beim ersten Opfer so etwas nicht hergab, scheint alles viel logischer.
2. Fachliche Qualifikation der Angreifer. Bei den beiden Vorfällen gelang es den „Skinheads“ nicht nur anzugreifen, sondern auch trotz vieler Videoüberwachungsanlagen sich an ihre Opfer anzuschleichen. Angesichts dessen, dass solche Überfälle (wie auch solche Angreifer) eine sehr neue Erscheinung für Kiew sind, wundert eine solche „Professionalität“ besonders.
3. Kaltblütigkeit. Diese kam besonders beim zweiten Mal zum Vorschein. Nicht nur, dass sie an die gleiche Stelle, d.h. zur gleichen Synagoge kamen (wo man höhere Chancen hat, geschnappt zu werden), sondern sie benahmen sich dazu noch sehr sicher: sie liefen nicht gleich weg, sondern beobachteten aufmerksam, wie der verblutende Jeschiwalehrer zurück in die Synagoge zu kehren versuchte. Das ist schon mehr als Dreistigkeit, das ist eine absolute Frechheit. Man kann sie nicht verstehen, solange man nicht annimmt, dass sie einfach keine Angst vor der Polizei hatten – zum Beispiel, weil sie selbst irgendwelche Ausweise in der Tasche hatten, oder weil ihre „Deckung“ mit einem solchen „Lebensberechtigungsschein“ im nächsten Auto saß.
4. Am meisten interessierte mich die Frage, warum nirgendwo erwähnt wird, welche Worte die Angreifer den Opfern sagten oder zuschrien. Der Diplomat bestätigte es – keine. Ein einziges Mal sagte man zum zweiten Opfer leise „Jud“ (übrigens ist er ein ethnischer konvertierter Russe). Erklären Sie mir bitte, seit wann militante Antisemiten bei ihren Pogromen die Opfer nicht beschimpfen und nicht beleidigen? Unergründlich, nicht wahr?
Begreifen kann man das nur, wenn man nicht annimmt, dass der Sinn der Aktion war, gewisse Maidan-„Rechtsradikale“ zur Zielscheibe des geplanten Skandals zu machen. Und die Angreifer können überhaupt kein Ukrainisch oder nicht ausreichend, um blutdurstige galizische Bandera-Leute überzeugend darzustellen.
Natürlich sagte der Diplomat nicht, wie die Botschaft diesen Unsinn einschätzt und wen sie verdächtigt. Aber da es keine offiziellen Protestnoten oder Briefe an den Präsidenten gab, ist es nicht schwer zu verstehen: Sie glauben selbst auch nicht an diese primitive Kombination.
Was mich anbetrifft, so kann ich mit 95 Prozent Sicherheit behaupten, dass das Machthaber oder sie unterstützenden Strukturen (inklusive russischen) waren und dass ihr einziges Ziel war, den Maidan zu kompromittieren.
Ich schließe auch nicht aus, dass der Plan, einen Polizisten zu töten, in demselben, vom Maidan sehr weit entfernten Labor geschmiedet wurde.
Original: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Da in der letzten Zeit den Laien der Synagoge im Stadtteil Podol etwas sehr Merkwürdiges passiert ist, äußerten einige jüdische Organisationen und Medien ihre Befürchtungen bezüglich beinahe körperlicher Gefährdung für die hier lebenden Juden und wandten sich an den Präsidenten der Ukraine mit der Forderung, die Sicherheit der Gemeinde zu gewährleisten. Dabei deuteten sie etwa die Verbindung dieser Angriffe mit rechtsradikalen Parteien und Gruppierungen an, die es zwischen den auf dem Maidan vertretenen Kräften gibt. Unterdessen betrachten die rennomiertesten jüdischen Organisationen, inklusive Vaad (Assoziation jüdischer Organisationen und Gemeinden) der Ukraine, diese Version eher skeptisch. Der Blogger Karl Voloch analysiert diese Ereignisse.
Eine Moskauer Spur in der Synagoge von Podol
Zunächst eine kleine Anekdote. Nach den beiden Angriffen ist die Situation in der Podoler Synagoge in Kiew in der letzten Zeit unruhig. Deshalb, als ein Mitarbeiter der Synagoge gestern am Ausgang von irgendwelchen Typen angesprochen wurde, ob er Jude sei, reagierte er nervös. Aber im Gegensatz zu vorigen Jeschiwastudenten, deren heldenhafteste Tat im Leben ein Mückenmord gewesen war, war dieser ein normaler ukrainischer Kerl und hat den Fragenden direkt auf die Birne gehauen, wonach die missglückten Rabauken eilig fort galoppierten. Freilich ist dies wirklich nur eine Anekdote – im Gegensatz zu den beiden vorigen Vorfällen.
Gestern aßen wir zusammen zu Mittag mit dem Mitarbeiter der Israelischen Botschaft, der diesen Geschichten unmittelbar nachgegangen war. Aus seiner Erzählung und aus der früheren Publikationen konnte ich für mich einige bemerkenswerte Schlüsse ziehen. (Ich erwähne hier keine „Merkwürdigkeiten“, von denen schon Yosyf Zisels in seinem Statement schrieb – wer will, kann es selber finden).
1. Erstaunliche Hartnäckigkeit. Der erste Versuch, einen Jeschiwastudenten zu verprügeln, war nicht so ganz gelungen – die Leute kamen und machten viel Lärm. Und die sogenannten „Skinheads“ kamen ein paar Tage Später noch einmal, um den Versuch zu wiederholen – als ob sie eine konkrete Aufgabe gehabt und sie beim ersten Mal nicht erfüllt hätten. Geben Sie zu, das klingt merkwürdig. Denn es gab doch einen Angriff, es gab auch eine Prügelei – was will man mehr? Ist es möglich, zu glauben, dass die Aufgabe in einem bestimmten (ernsteren) Grad körperlicher Verletzungen bestand? Eher nicht. Aber wenn man sich vorstellt, dass die Aufgabe war, eine gewisse Propaganda-Wirkung zu erreichen (Medienskandal, Briefe von jüdischen Organisationen, Erklärungen der Botschaft etc.) und die zu schwachen Prügel beim ersten Opfer so etwas nicht hergab, scheint alles viel logischer.
2. Fachliche Qualifikation der Angreifer. Bei den beiden Vorfällen gelang es den „Skinheads“ nicht nur anzugreifen, sondern auch trotz vieler Videoüberwachungsanlagen sich an ihre Opfer anzuschleichen. Angesichts dessen, dass solche Überfälle (wie auch solche Angreifer) eine sehr neue Erscheinung für Kiew sind, wundert eine solche „Professionalität“ besonders.
3. Kaltblütigkeit. Diese kam besonders beim zweiten Mal zum Vorschein. Nicht nur, dass sie an die gleiche Stelle, d.h. zur gleichen Synagoge kamen (wo man höhere Chancen hat, geschnappt zu werden), sondern sie benahmen sich dazu noch sehr sicher: sie liefen nicht gleich weg, sondern beobachteten aufmerksam, wie der verblutende Jeschiwalehrer zurück in die Synagoge zu kehren versuchte. Das ist schon mehr als Dreistigkeit, das ist eine absolute Frechheit. Man kann sie nicht verstehen, solange man nicht annimmt, dass sie einfach keine Angst vor der Polizei hatten – zum Beispiel, weil sie selbst irgendwelche Ausweise in der Tasche hatten, oder weil ihre „Deckung“ mit einem solchen „Lebensberechtigungsschein“ im nächsten Auto saß.
4. Am meisten interessierte mich die Frage, warum nirgendwo erwähnt wird, welche Worte die Angreifer den Opfern sagten oder zuschrien. Der Diplomat bestätigte es – keine. Ein einziges Mal sagte man zum zweiten Opfer leise „Jud“ (übrigens ist er ein ethnischer konvertierter Russe). Erklären Sie mir bitte, seit wann militante Antisemiten bei ihren Pogromen die Opfer nicht beschimpfen und nicht beleidigen? Unergründlich, nicht wahr?
Begreifen kann man das nur, wenn man nicht annimmt, dass der Sinn der Aktion war, gewisse Maidan-„Rechtsradikale“ zur Zielscheibe des geplanten Skandals zu machen. Und die Angreifer können überhaupt kein Ukrainisch oder nicht ausreichend, um blutdurstige galizische Bandera-Leute überzeugend darzustellen.
Natürlich sagte der Diplomat nicht, wie die Botschaft diesen Unsinn einschätzt und wen sie verdächtigt. Aber da es keine offiziellen Protestnoten oder Briefe an den Präsidenten gab, ist es nicht schwer zu verstehen: Sie glauben selbst auch nicht an diese primitive Kombination.
Was mich anbetrifft, so kann ich mit 95 Prozent Sicherheit behaupten, dass das Machthaber oder sie unterstützenden Strukturen (inklusive russischen) waren und dass ihr einziges Ziel war, den Maidan zu kompromittieren.
Ich schließe auch nicht aus, dass der Plan, einen Polizisten zu töten, in demselben, vom Maidan sehr weit entfernten Labor geschmiedet wurde.
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Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!
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- Kurt Simmchen - galizier
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Vielen Dank mbert!
Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte.
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Seh ich genausogalizier hat geschrieben:Vielen Dank mbert!
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- mbert
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Kannst Du bitte mal Details nennen? Ort und Datum? Vielleicht auch Zeitungsmeldungen oder ähnliches?
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Serkos hat geschrieben:Die Angriffe auf Juden kamen in der Ukraine bisher ziemlich häufig vor. Aber heute geht es noch schlimmer - die Rechtsradikalen brausen ernstlich auf, insbesondere im Westen des Landes. Meine Verwandten leben in der Oblast Lemberg. Sie schreiben mir, dass eine richtige Anarchie im Lande herrscht. Die Anhänger von der Partei "Swoboda" und der Gruppierung "Rechter Sektor" demolieren überall, sie plündern Geschäfte, die die Juden besitzen. Vor vier Tagen haben die Skinheads eine Buchhandlung mit dem jüdischen Besitzer niedergebrannt! Fast jede Nacht ist also für ukrainische Juden wie die Kristallnacht 1938! Die Juden sind bis zum Tod erschrocken und viele packen bereits die Koffer. Und diejenigen, die kein Geld und keinen Ort zum Fliehen haben, schließen sich verschiedenen Kampfgruppen der Freiwilligen an. Z.B. in Lemberg haben die Gegner der rechten Extremisten den Verband die "Nationale Garde der Ukraine" gebildet. Sie verteidigen die Bürger gegen Plünderer und Neonazis. Gerade solchen Gruppen treten die Juden bei, die Schutz und Rettung suchen. Es ist also schrecklich, was heute in der Ukraine vor sich geht... Am Anfang hieß es "Lebe lang!", das Ende klingt wie Grabgesang...
Au, au, au... Adolf läßt grüssen... Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht los....
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- Sonnenblume
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Du scheinst auch davon zu wissen, kannst du uns Links zu den entsprechenden Nachweisen geben oder ist das wieder eine dieser Enten, die eine bestimmte Gruppe diskreditieren soll? Bin gespannt, ob ich ne Antwort bekomme, die sich auf die Frage bezieht.retlaw hat geschrieben:Serkos hat geschrieben:Die Angriffe auf Juden kamen in der Ukraine bisher ziemlich häufig vor. Aber heute geht es noch schlimmer - die Rechtsradikalen brausen ernstlich auf, insbesondere im Westen des Landes. Meine Verwandten leben in der Oblast Lemberg. Sie schreiben mir, dass eine richtige Anarchie im Lande herrscht. Die Anhänger von der Partei "Swoboda" und der Gruppierung "Rechter Sektor" demolieren überall, sie plündern Geschäfte, die die Juden besitzen. Vor vier Tagen haben die Skinheads eine Buchhandlung mit dem jüdischen Besitzer niedergebrannt! Fast jede Nacht ist also für ukrainische Juden wie die Kristallnacht 1938! Die Juden sind bis zum Tod erschrocken und viele packen bereits die Koffer. Und diejenigen, die kein Geld und keinen Ort zum Fliehen haben, schließen sich verschiedenen Kampfgruppen der Freiwilligen an. Z.B. in Lemberg haben die Gegner der rechten Extremisten den Verband die "Nationale Garde der Ukraine" gebildet. Sie verteidigen die Bürger gegen Plünderer und Neonazis. Gerade solchen Gruppen treten die Juden bei, die Schutz und Rettung suchen. Es ist also schrecklich, was heute in der Ukraine vor sich geht... Am Anfang hieß es "Lebe lang!", das Ende klingt wie Grabgesang...
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
da kannst Du lange warten. so weit weg sind wir ja auch nicht und so etwas oder andere Ausfälle, die man der Svoboda anlasten könnte, gibt es hier nicht.
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- Sonnenblume
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
Und wenn es sie gäbe, wären sie in Fernsehen und Presse genüsslich ausgebreitet worden...galizier hat geschrieben:da kannst Du lange warten. so weit weg sind wir ja auch nicht und so etwas oder andere Ausfälle, die man der Svoboda anlasten könnte, gibt es hier nicht.
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Re: Karl Volokh über einen Angriff auf Juden in Podol
An die Moderatoren: Falls hier keine stichhaltigen Beweise kommen, lasst es bitte nicht zu, dass derlei Provokateure und ihre Unterstützer weiterhin ihr Gedankengut hier im Forum verbreiten können! Danke!
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