PolitikGeraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

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Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#1 Beitrag von Handrij » Montag 10. Februar 2014, 22:39

Am Majdan geht es nicht um die EU. Er geht um Würde und Freiheit.

Es war etwas Phantasmagorisches daran, als das ukrainische Staatsoberhaupt, Viktor Janukowitsch, noch im Frühherbst 2013 auf eine Annäherung mit der Europäischen Union zusteuerte: ein Mann, der die ganze Macht im Land in seinen Händen konzentrierte. Ein Mann, der die Sicherheitskräfte beachtlich vergrößert und ihre Finanzierung wesentlich angehoben hat, dafür blieben sämtliche lebenswichtigen Bereiche unterfinanziert.
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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#2 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 11. Februar 2014, 09:15

Handrij hat geschrieben:
Am Majdan geht es nicht um die EU. Er geht um Würde und Freiheit.

Es war etwas Phantasmagorisches daran, als das ukrainische Staatsoberhaupt, Viktor Janukowitsch, noch im Frühherbst 2013 auf eine Annäherung mit der Europäischen Union zusteuerte: ein Mann, der die ganze Macht im Land in seinen Händen konzentrierte. Ein Mann, der die Sicherheitskräfte beachtlich vergrößert und ihre Finanzierung wesentlich angehoben hat, dafür blieben sämtliche lebenswichtigen Bereiche unterfinanziert.
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Während die ukrainischen Bürger sich bei den EU-Konsulaten anstellen und sich einem regelrechten Verhör unterziehen müssen, um in den Schengen-Raum einreisen zu dürfen, verfügen die Vertreter des Regimes und ihre Finanziers über ungehinderte Reisefreiheit.
Dass sich das ändert, dafür kann die EU echt was tun, oder vergibt neuerdings die ukrainische Regierung (welche auch immer) die Schengenvisa?

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#3 Beitrag von Jensinski » Dienstag 11. Februar 2014, 09:38

Warum sollte die EU etwas tun wollen? Die bringen ja auch genug Geld mit. Und wer das hat, darf so ziemlich vieles. Siehe das Video bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Was halten denn die Österreicher hier im Forum davon? Ich frage das ganz ernsthaft!

LG,
Jens

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#4 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 11. Februar 2014, 09:57

Jensinski hat geschrieben:Warum sollte die EU etwas tun wollen? Die bringen ja auch genug Geld mit. Und wer das hat, darf so ziemlich vieles. Siehe das Video bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Was halten denn die Österreicher hier im Forum davon? Ich frage das ganz ernsthaft!
LG,
Jens
Ich meinte damit, dass die EU für den Mykola-Normal-Verbraucher was tun kann. Und das sie es sind, die die Visa ausgeben und nicht die ukrainische Regierung.
Gestern war übrigens Putin bei den Österreichern in Sotschi, um mit ihnen zu feiern...

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eurojoseph
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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#5 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 11. Februar 2014, 10:19

Jensinski hat geschrieben:Warum sollte die EU etwas tun wollen? Die bringen ja auch genug Geld mit. Und wer das hat, darf so ziemlich vieles. Siehe das Video bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Was halten denn die Österreicher hier im Forum davon? Ich frage das ganz ernsthaft!

LG,
Jens
Find ich schlimm - ERNSTHAFT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Dreckiges Geld bleibt dreckig, egal woher !

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eurojoseph
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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#6 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 11. Februar 2014, 11:11

Sonnenblume hat geschrieben:
Jensinski hat geschrieben:Warum sollte die EU etwas tun wollen? Die bringen ja auch genug Geld mit. Und wer das hat, darf so ziemlich vieles. Siehe das Video bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Was halten denn die Österreicher hier im Forum davon? Ich frage das ganz ernsthaft!
LG,
Jens
Ich meinte damit, dass die EU für den Mykola-Normal-Verbraucher was tun kann. Und das sie es sind, die die Visa ausgeben und nicht die ukrainische Regierung.
Gestern war übrigens Putin bei den Österreichern in Sotschi, um mit ihnen zu feiern...
Ein Grund zum Fremdschämen !!!!!!!!!!!!!!!! :-(

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#7 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 11. Februar 2014, 12:16

eurojoseph hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
Jensinski hat geschrieben:Warum sollte die EU etwas tun wollen? Die bringen ja auch genug Geld mit. Und wer das hat, darf so ziemlich vieles. Siehe das Video bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Was halten denn die Österreicher hier im Forum davon? Ich frage das ganz ernsthaft!
LG,
Jens
Ich meinte damit, dass die EU für den Mykola-Normal-Verbraucher was tun kann. Und das sie es sind, die die Visa ausgeben und nicht die ukrainische Regierung.
Gestern war übrigens Putin bei den Österreichern in Sotschi, um mit ihnen zu feiern...
Ein Grund zum Fremdschämen !!!!!!!!!!!!!!!! :-(
Genau daran sieht man doch aber, dass die EU keinerlei Interesse daran zu haben scheint, den Ukrainern irgendwie unter die Arme zugreifen. Denn diese Visageschichte hinge nur von ihrem guten Willen ab.

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#8 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 11. Februar 2014, 12:53

Zitat Sonnenblume:
Genau daran sieht man doch aber, dass die EU keinerlei Interesse daran zu haben scheint, den Ukrainern irgendwie unter die Arme zugreifen. Denn diese Visageschichte hinge nur von ihrem guten Willen ab.

Kannst Du mir sagen, wie viele Arbeitslose die EU noch verträgt?
Die Visaantragsteller wollen doch in der Masse in Europa arbeiten, billiger als Einheimische und das Ergebnis siehst Du in den Krisenländern.
Solange die EU via Passsignaturen u.ä. nicht der Illegalen habhaft werden kann ist freier Visazugang ökonomischer Selbstmord. Reisen ja, da bin ich dafür, aber nicht illegal bleiben.

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#9 Beitrag von Wassermann3000 » Dienstag 11. Februar 2014, 13:26

galizier hat geschrieben:gen, wie viele Arbeitslose die EU noch verträgt?
Die Visaantragsteller wollen doch in der Masse in Europa arbeiten, billiger als Einheimische und das Ergebnis siehst Du in den Krisenländern.
Solange die EU via Passsignaturen u.ä. nicht der Illegalen habhaft werden kann ist freier Visazugang ökonomischer Selbstmord. Reisen ja, da bin ich dafür, aber nicht illegal bleiben.
Davon ist ja auch nicht die Rede. Es reicht ja schön völlig aus, wenn die Einreisevisa vereinfacht werden. Freier und unbegrenzer Zuzug ist ja etwas ganz anderes, als überhaupt ohne enorme Hürden einreisen zu dürfen.

Aber ich denke, da wird etwas passieren. Immerhin wird es nun seit einigen Tagen mehrfach an verschiedenen Stellen diskutiert. Bis Ende des letzten Jahres wäre das nicht einmal ein Thema gewesen. Das Personen mit mehr Geld die jetzigen Hürden erheblich leichter überwinden können, ist rein formal nicht änderbar.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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selfmade
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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#10 Beitrag von selfmade » Dienstag 11. Februar 2014, 15:59

galizier hat geschrieben: Kannst Du mir sagen, wie viele Arbeitslose die EU noch verträgt?
Die Visaantragsteller wollen doch in der Masse in Europa arbeiten, billiger als Einheimische und das Ergebnis siehst Du in den Krisenländern.
Das Ergebnis sieht man auch in Nicht-EU- oder Nicht-Krisenländern.
Reiche Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..., arme Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

Sollte das sich aufplusternde rechtspopulistische Gespenst die EU-Staaten mit ihrer Personenfreizügigkeit erreichen, rückte die ukrainische Visafreiheit in den Hintergrund.

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Re: Geraubte Zukunft: Reiche Machthaber, arme Ukraine

#11 Beitrag von Wassermann3000 » Dienstag 11. Februar 2014, 17:52

selfmade hat geschrieben: Das Ergebnis sieht man auch in Nicht-EU- oder Nicht-Krisenländern.
Reiche Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..., arme Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

Sollte das sich aufplusternde rechtspopulistische Gespenst die EU-Staaten mit ihrer Personenfreizügigkeit erreichen, rückte die ukrainische Visafreiheit in den Hintergrund.
Die Schweiz ist sicher nicht mit anderen Ländern vergleichbar. In der Schweiz betrifft es überwiegend Italiener und Deutsche, also weder fremdartige noch soziale Randgruppen. Dennoch ist die Frage, was die Menschen umtreibt, daß sie eine solche Sehnsucht nach Abgrenzung haben. Das Nicht-Teilen-Wollen hätte ich ja in schlechten Zeit verstehen können (wie etwa hohe Arbeitslosigkeit oder eigene Armut), aber genau das trifft hier nicht so stark zu.

In der deutschen Bevölkerung gibt es ebenfalls zunehmende Vorbehalte, "noch mehr" rein zu lassen. Wobei Otto-Normalverbraucher nicht unterscheidet zwischen einem Zuzug oder einem Touristenvisum. Die Angst ist da, daß die alle nur kommen, um uns abzuzocken. Das wird natürlich leider immer wieder einmal durch einige Politiker mit geschürt.

Allerdings habe ich den Eindruck, daß bezogen auf die Situation in der Ukraine derzeit diese Vorbehalte etwas geringer werden. Dennoch gibt es nicht wenige, die der Ansicht sind, man sollte sich nicht einmischen, also auch nicht durch Unterstützung oder Vereinfachung von Reiseregelungen.

Insoweit haben die EU-Politiker das Problem, überhaupt erst einmal eine einheitliche Linie zu finden, dann auch noch geostrategisch dafür zu sorgen, daß es nicht mit Rußland zu einer erheblichen Verschlechterung der Beziehungen kommt (dazu ist Rußland einfach zu gewichtig), die eigene Bevölkerung nicht zu überfordern und dennoch die demokratische Opposition nicht zu enttäuschen.

Also ehrlich gesagt, ich beneide sie nicht darum.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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