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Es scheint so, dass es am schwierigsten ist, über Genozide, Massenmorde, Verfolgung aus politischen, rassistischen oder sozialen Motiven zu schreiben. Am schwierigsten aus vielen Gründen. Man muss derart tief in Ziffern und das Ausmaß der Handlungen eintauchen, so dass man leicht den Menschen aus dem Blick verlieren kann. Besonders, wenn man in konkreten politischen oder noch schlimmer ideologischen Paradigmen arbeitet. Unwahr ist ebenfalls, dass es keinen fremden Schmerz gäbe. Wirklichen Schmerz kann man nur am eigenen Beispiel oder der Erfahrung des Verlusts von sehr Nahestehenden oder engsten Verwandten erfahren. Über den Holocaust, den Holodomor oder die ethnischen Säuberungen gegen die Polen in Wolhynien kann man nur unter der Voraussetzung schreiben, wenn dem Geschriebenen eine tiefe Selbstreflexion über die genannten Ereignisse vorausgeht. Denn andernfalls lugt das partei-politische Ohr hinter jeder pathetischen Phrase, hinter jedem Kratzer in der Phantomwunde hervor.
Schlagworte: Anton Drobowitsch, Anton Drobowytsch, Babij Jar, Babyn Jar, Ethnonationalismus, Geschichte, Holocaust, Juden, Kamjanez-Podilskyj, Kiew, Nationalismus, Nationalsozialismus, Organisation Ukrainischer Nationalisten, Oun, Shoa, Sowjetunion, Wassyl Rassewytsch
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Wer selbst strunzdumm ist - siehe gruppenspezifische, klassische Rechtschreibfehler, der sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen!