Allgemeines Diskussionsforum"Warum Putin kein Demokrat sein darf"

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Peter Paul
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#251 Beitrag von Peter Paul » Dienstag 27. August 2013, 22:54

Hallo Siggi,
erst einmal vielen Dank für die Einladung ins Forum zurück zukehren.

Erwarte aber nicht, dass ich mich mit dem Russenhasser und Demagogen „eurojoseph“ auseinander setze.

Ich halte diesen Schreiberling für lern- und argumentationsresistent!
Sein ganzer Lebensinhalt scheint sein Russenhass und seine Scheuklappen-Mentalität zu sein. Wahrscheinlich hat er nichts mehr in seinem Leben, hat alles in diesem kapitalistischen System verloren und findet in seinen Russenhass noch einen Sinn fürs Leben!

Solche Leute sind nur zu bedauern!


Mein Standort: Ich bin Arbeiter und Internationaler Marxist. Habe also nichts mit Stalinismus, Maoismus oder anderweitigen Verfälschungen des Marxismus zu tun!
Ich kämpf gegen den Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus, Neo-Nazi; gegen Kriegstreiber und Massenmörder; gegen Völkerverdummung und Völkerhass; gegen Geschichtsfälscher und Geschichtsrevisionisten, gegen Demagogen und Chauvinisten!
Soviel zu mir. Damit jeder meine Kommentare auch einordnen kann!


Zur Signaturen von eurojoseph“ möchte ich jedoch ein paar Sätze schreiben Das darf nicht so stehen bleiben!!

Dort steht: „The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russi-schen Antifaschismus glauben ! [... ] SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus“

Wahrscheinlich bezieht er seine Russenhass allein aus diesem Video! Andere Videos schein er sich gar nicht angesehen zu haben.

Sehen wir uns nun einmal dieses Video an:

Ein Film unter der Regie von Edvīns Šnore, einem lettischen Dokumentaristen. Zu betonen ist hier l e t t i s c h e n!
Gesponsert wurde der Film von der UEN-Fraktion des Europäischen Parlamentes (UEN-nationalkonservativer und europaskeptischer Parteien). Sagt schon alles!

„Historiker“ kommen zu Wort wie Norman Davies und Boris Sokolow, den Autor Viktor Suworow (Vaterlandverräter und Lügner), den Sowjet-Dissidenten Wladimir Bukowski, Mitglieder des Europäischen Parlamentes sowie Täter und Opfer des sowjetischen Terrors der Stalin-Ära.

Über die genannten Personen ist es angezeigt einmal zu googlen und nachzulesen wer diese Herren sind."


In Wikipedia kann man z.B. lesen:

„Während des Zweiten Weltkrieges wurden nach der deutschen Besetzung Lett-lands 1941 lettische Freiwillige aufgerufen, sich dem deutschen Krieg gegen die Sowjetunion anzuschließen. Später unterlagen alle lettischen Männer der Wehrpflicht und dienten in deutschen oder lettischen Verbänden. Insgesamt standen ca. 160.000 Letten während des Krieges in deutschen Diensten. Die meisten von ihnen gehörten zur Waffen-SS, in die sie freiwillig eintraten oder aber zwangseinberufen wurden.

Kriegsverbrechen
In die "Lettische Legion", die Hitler Treue zu schwören hatte, wurden 1943–1944 lettische Strafkommandos der Sicherheitspolizei SD, die 1941–1943 durch zahlreiche Operationen der Vernichtung der Bevölkerung auf den Territorien Lettlands, Russlands und Weißrusslands berüchtigt waren, eingegliedert.
Die Einheiten wurden für Massenerschießungen im Wald von Biķernieki und zur Bewachung von Todeslagern und des Konzentrationslagers in Salaspils eingesetzt.
1942 verbrannten die lettischen Sonderkommandos das Dorf Fjodorowka im Tschudskoj Rayon des Nowgoroder Gebietes und die Siedlung Osno. In den Ortschaften Lubnizy, Osez, Krechno (60 km nord-westlich von Nowgorod), sowie im Lager für Kriegsgefangene in Krasnoje Selo unweit von Leningrad führten sie Massenbrandstiftungen und Erschießungen durch.

Für die Beihilfe bei der Vernichtung der Zivilbevölkerung wurde dem bekanntesten Führer der lettischen Strafkommandos Viktors Arājs 1942 der Rang eines SS-Sturmbannführers verliehen, 1943 wurde er mit dem Kreuz für Kampfverdienste mit Schwerten ausgezeichnet.“

Und weiter:
„Er (16. März, Gedenktag der Legionäre) war von 1998 bis 1999 offizieller Gedenktag, musste aber auf Druck seitens Russlands aufgehoben werden. (Ich habe auch an Abgeordnete des Bundestages geschrieben). Es nahmen nicht nur Vertreter der national-radikalen politischen Kräfte Lettlands, sondern auch andere lettische politische, gesellschaftliche und religiöse Persönlichkeiten, darunter auch der Minister für Kultur! I. Ribene und der Exekutivsekretär des Verteidigungsministeriums für Integrationsfragen in der NATO!, R. Graube, an einer Veranstaltung von SS-Veteranen in Lestene teil. Den Rahmen des in Europa Üblichen sprengten auch militärische Ehrenbezeigungen, die von der Ehrenkompanie der nationalen Streitkräfte Lettlands denjenigen erwiesen wurden, die in der Waffen-SS gedient hatten. Auch gab es mehrmals Aufrufe der ehemaligen SS - Legionäre und Vertretern des Verteidigungsministeriums Lettlands, die "militärische Erfahrung" der Legionäre bei der Erziehungsarbeit der Angehörigen der heutigen lettischen Armee auszunutzen. Auf dem Rigaer Brüderfriedhof erinnert eine Denkmalanlage an die lettischen Freiwilligen. Viele ihrer Gefallenen sind hier beigesetzt.“

In dieser nazi-ideologischen Atmosphäre ist dieser Film und sein Macher anzusiedeln!

Ja, dieser Film wurde vielfach ausgezeichnet. Nur von wem wurde dieser Film ausgezeichnet? Den USA und in Lettland und in Estland, das naturgemäß genauso russenfeindlich ist wie Lettland!

Ein paar Sätze zum Schluss: Ich habe durch 40-jährige Reisen in die Sowjetunion, bzw. den Nachfolgestaaten noch viele Freunde und Bekannte dort.

Viele kommen mich regelmäßig besuchen und ich fahre immer wieder hin - bin ja Rentner! Bis auf Lettland, Lettland und Litauen! Diese Länder besuche ich seit 2000 nicht mehr. Meine Freunde verstehen, dass ich nicht in Länder reisen kann in der die Nazi-Kultur gepflegt wird, und besuchen mich dafür in Deutschland.

Ja, wir streiten auch über solche Filme wie THE SOVIET STORY. Aber trotz gegenteiliger Meinung halten alle meine Freunde die Film für ein demagogisches, chauvinistisches Machwerk!



Aber, wir sind ja hier im Forum der Ukraine Nachrichten und das Thema heißt: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"?

Ich habe den Artikel auf Russland-Aktuell gelesen und bin im Großen und Ganzen mit der Analyse von Sönke Paulsen einverstanden wenn er schreibt:

„Der Hauptgrund für diese destruktive Linie gegenüber Russland liegt vermutlich darin, dass ein stabiler Staatenblock um Russland herum, die wirtschaftlich zunehmend instabile USA in ihrer Rolle als Hauptmarkt und Hauptproduzent für Europa ablösen könnte, ohne dass die USA wesentlichen Einfluss auf diesen Markt hätten.

Dies ist bereits in Bezug auf China, eine ernste amerikanische Sorge, in Bezug auf Russland aber, hätte es gewaltige Konsequenzen, wenn Europa eine Tendenz nach Osten entwickeln würde. Eine nachhaltig friedliche Kooperation zwischen Europa und Russland könnte die NATO in ihrem Zusammenhalt gefährden und damit die hauptsächliche militärische Machtbasis der USA vernichten.

Die Kooperation mit der postsowjetischen Welt könnte Europa einen Grad von Energiesicherheit bieten, welcher amerikanische Intervention im islamischen Gürtel der Welt aus energieökonomischen Gründen überflüssig machen würde und schließlich könnte Russland auch noch als Brücke zwischen Europa und China fungieren und Amerika auch in diesem wichtigen asiatischen Markt aus dem Rennen schlagen. Amerika könnte geopolitisch auf seine Insel zurückgeworfen werden und in der Konkurrenz zu einem eurasischen Machtblock quasi bedeutungslos werden.

Ein Horror-Szenario für die amerikanischen Eliten! Eine Destabilisierung Osteuropas und Russlands ist da schon die wesentlich angenehmere Alternative für die Amerikaner.

Im Prinzip weiß Putin das und zieht deshalb die Zügel in Russland immer weiter an, bewegt sein Land in Richtung einer ökonomisch prosperierenden Diktatur. Das chinesische Modell steht hier teilweise Pate. Aber was sollte Putin auch sonst tun? Einen Rückfall in die Jelzin-Ära riskieren, in der amerikanische und britische Konzerne schrittweise die russische Wirtschaft übernahmen?

Ich persönlich halte Putin keinesfalls für einen überzeugten Demokraten. Aber mit Sicherheit ist er ein Patriot, der sich sein Land nicht von den Amerikanern kaputt machen lässt. Putin würde noch eher die Sowjetunion wieder beleben, als eine erneute Jelzin-Ära zu riskieren. Vermutlich hat er Recht damit.

Ganz im Unterschied zu Deutschland wird Russland niemals ein Hätschelkind des Westens werden. Die Machtentfaltung, die in diesem Riesenreich möglich wäre, spricht für Washington eindeutig dagegen.“



Darin liegt die Ursache des Russenhasses, in dem unsere, wie im Dritten Reich, gleichgeschalteten Medien, eine große Rolle spielen und die von vielen dummen Kleinbürgern, gerne geglaubt wird!

Noch einen Satz zur Ukraine selbst.

Die Ukraine muss aufpassen das sie nicht zwischen den Interessen Russlands und der USA, der NATO gerät. Ich persönlich halte die Annäherung an Russland, auch bei der schlimmen Vergangenheit oder besser wegen dieser Vergangenheit, für sinnvoll (Gerade weil sie im Holodomor so leidvoller Erfahrungen gemacht hat, darf sie jetzt nicht Leid exportieren).

Eine Partnerschaft mit der USA und der NATO wurde die Ukraine in des Hegemoniestreben der USA und der NATO mitreinziehen, und es werden Angriffskriegen und Massenmorden im Namen der "Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Terrorismusbekämpfung" folgen!

Ich kann die Losung vom „UkraineInteressierter“ verstehen „Gegen NATO und für eine Blockfreie Ukraine“, aber so einfach geht es heute nicht mehr!
Zuletzt geändert von Peter Paul am Mittwoch 28. August 2013, 02:23, insgesamt 1-mal geändert.

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eurojoseph
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#252 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 27. August 2013, 23:21

roflmao oder wie das immer heissen mag - ein commie erklärt uns die welt !

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UkraineInteressierter
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#253 Beitrag von UkraineInteressierter » Dienstag 27. August 2013, 23:31

Und du hast die Weisheit mit Löffeln gefressen?

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eurojoseph
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#254 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 27. August 2013, 23:38

UkraineInteressierter hat geschrieben:Und du hast die Weisheit mit Löffeln gefressen?
ich nicht - vielleicht du ??? Jedenfalls hab ich kein Blut an den Händen, wie Nazis und Commies unisono ...

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UkraineInteressierter
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#255 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 28. August 2013, 00:39

eurojoseph hat geschrieben:
UkraineInteressierter hat geschrieben:Und du hast die Weisheit mit Löffeln gefressen?
ich nicht - vielleicht du ??? Jedenfalls hab ich kein Blut an den Händen, wie Nazis und Commies unisono ...
Und du möchtest mir unterstellen, dass ich Blut an den Händen habe? Ich kann dir versichern, dass ich keines an den Händen habe.

Zumal heute ganz sicher nicht jeder Neonazi und Linksextremist Blut an den Händen hat.

Peter Paul hat festgestellt, dass du eine absolut einseitige Abneigung gegen Russland hast - du bezeichnest dich ja auch selbst als russophob. Und da hat er auch absolut Recht. Du hast offenbar keinerlei Interesse an einer neutralen Betrachtung und Beurteilung Russlands. Du hast ja selbst gesagt, dass du es gerne hättest, wenn man diesen Staat zerschlägt, ergo sprichst du ihm ja praktisch sein Existenzrecht ab.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#256 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 28. August 2013, 09:35

eurojoseph hat geschrieben:roflmao oder wie das immer heissen mag - ein commie erklärt uns die welt !
Stimmt, da kannste echt noch was lernen. Aber das scheint ja eh nicht deine Starke Seite zu sein - ist wohl eine vergebliche Hoffnung.
Aber wenn man deine Ausführungen hier mal denen von Peter Paul gegenüberstellt, dann ist schnell klar, was fundierter ist und über wen man sich auf dem Boden rollend den Arsch ablachen kann.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#257 Beitrag von Peter Paul » Mittwoch 28. August 2013, 10:01

Sonnenblume hat geschrieben: Aber wenn man deine Ausführungen hier mal denen von Peter Paul gegenüberstellt, dann ist schnell klar, was fundierter ist und über wen man sich auf dem Boden rollend den Arsch ablachen kann.
Danke!

Ich habe z.B. Freunde aus Estland, mit den ich schon "einige Sträuße ausgefochten" habe! Aber meine Freunde (übrings seit 27 Jahre) hat bei ihrer Diskussion "Eckpunkte" und schwafelt nicht von pathologischem Hass geprägten Unsinn.

Es war ein schwieriges und schreckliches 20. Jht. Tiefe Gräben wurden zwischen den Völkern aufgerissen, Millionen Menschen verloren ihr Leben.

Ich bin der Meinung, diese Gräben müssen endlich zugeschüttet werden und alle Hassprediger und Kriegstreiber müssen zum Teufel gejagt werden. Die Völker müssen endlich ihr Schicksal in ihre eigenen Hände nehmen und sich nicht immer von machtgeilen, profitsüchtigen, hasserfüllten und kriegstreibenden "Eliten" gegeneinander aufhetzen lassen!
Zuletzt geändert von Peter Paul am Mittwoch 28. August 2013, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#258 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 28. August 2013, 10:03

Peter Paul hat geschrieben: Ich bin der Meinung, diese Gräben müssen endlich zugeschüttet werden und alle Hassprediger und Kriegstreiber müssen zum Teufel gejagt werden. Die Völker müssen endlich ihr Schicksal in ihre eigenen Hände nehmen und sich nicht immer von machtgeilen, profitsüchtigen, hasserfüllten und kriegstreibenden "Eliten" gegeneinander aufhetzen lassen!
Dein Wort in Gottes Gehörgang!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#259 Beitrag von Peter Paul » Mittwoch 28. August 2013, 10:13

Sonnenblume hat geschrieben: Dein Wort in Gottes Gehörgang!
Wir fangen doch schon damit an! Mögen wir auch unterschiedlicher Meinung sein - aber wir streiten und schießen nicht aufeinander!

Hätten wir auf der Welt wahre Volksdemokratien, gäbe es keine Krieg und keine Massenmorde!

:-D

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#260 Beitrag von eurojoseph » Mittwoch 28. August 2013, 13:26

Peter Paul hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Dein Wort in Gottes Gehörgang!
Wir fangen doch schon damit an! Mögen wir auch unterschiedlicher Meinung sein - aber wir streiten und schießen nicht aufeinander!

Hätten wir auf der Welt wahre Volksdemokratien, gäbe es keine Krieg und keine Massenmorde!

:-D
aber erst wenn der Klassenfeind ausgerottet wurde, gell.....

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#261 Beitrag von lev » Mittwoch 28. August 2013, 13:34

Sonnenblume hat geschrieben:
Peter Paul hat geschrieben: Ich bin der Meinung, diese Gräben müssen endlich zugeschüttet werden und alle Hassprediger und Kriegstreiber müssen zum Teufel gejagt werden. Die Völker müssen endlich ihr Schicksal in ihre eigenen Hände nehmen und sich nicht immer von machtgeilen, profitsüchtigen, hasserfüllten und kriegstreibenden "Eliten" gegeneinander aufhetzen lassen!
Dein Wort in Gottes Gehörgang!
Worte eines Kommunisten in Gottes Gehörgang ??? [smilie=dntknw.gif] Ich glaube, dass will weder der eine noch der andere.

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Peter Paul
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#262 Beitrag von Peter Paul » Mittwoch 28. August 2013, 14:33

eurojoseph hat geschrieben: aber erst wenn der Klassenfeind ausgerottet wurde, gell.....
Du bist der einzig die hier von ausrotten spricht! Das die herrschenden, verbrecherischen "Eliten" von der Macht entfernt werden müssen steht allerdings außer Frage! Notfalls auch mit Gewalt.

Hast du schon einmal nachgedacht, wie oft in der Geschichte des Kapitalismus streikende Arbeiter zusammengeschossen wurden. Millionen wurden zusammengeschossen weil sie gegen Ausbeutung und Tyrannei protestiert haben. Noch heute!

Hast du schon einmal nachgedacht wie viel Menschen der Kapitalismus in Kolonial-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg geschickt hat. Wie viel Sklaven verreckt sind bei der Vermehrung des Reichtums seiner Sklavenhalter!

Die kapitalistische Ausbeuterklasse ist noch nie zimperlich mit den Arbeitern umgegangen! Hierzu gehör auch die verbrecherische Kinderarbeit - nach heute!

Hier möchte ich mal dein Gejammer hören, und nicht an Stellen an denen es nicht angebracht ist!

Wenn dir das nicht gefällt, empfehle ich dir einmal genau den Sezessionskrieg (amerikanischer Bürgerkrieg, auch eine Revolution) der 1860ziger Jahre zu studieren und möglichst genau darüber nachzudenken! (wenn du es kannst- denken!)


Nebenbei. Dein Einwerfen von gedankenfreien Nebensätzen ohne Bezug auf dem davor stehenden Kommentar ist keine Diskussion sondern nur Rumpöbel! Ich habe geschrieben, das du lern- und argumentationsresistent bist, ich muss hinzufügen du hast auch keine Streitkultur! Lern erst einmal wie man sich mit anderen Meinungen auseinandersetzt, und dann können wir weiterdiskutieren!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#263 Beitrag von Peter Paul » Mittwoch 28. August 2013, 14:39

lev hat geschrieben:
Worte eines Kommunisten in Gottes Gehörgang ??? [smilie=dntknw.gif] Ich glaube, dass will weder der eine noch der andere.
Weißt wie scheißegal mir das ist, in wessen Gehörgang meine Worte landen, notfalls auch in Gottes Gehörgang. Für mich ist wichtig, dass es Menschen gibt, die über meine Wort nachdenken und begreifen wo die wahren Ursachen für Ausbeutung, Krieg und Verbrechen liegen!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#264 Beitrag von mbert » Mittwoch 28. August 2013, 15:39

[mbert moderiert:] Ich will hier keinesfalls zu viel moderieren, weil mich das Thema selber viel zu sehr interessiert. Dennoch will ich, solange der Umgangston noch nicht entgleist ist, kurz daran erinnern, dass wir hier bewusst darauf verzichten wollen, Mitdiskutanten als irgendetwas zu bezeichnen oder irgendwie öffentlich zu analysieren. Wir wollen immer zum Thema schreiben, nicht zur Person des jeweils anderen.
Allgemeine Rundumschläge, die zwar zum Thema sind, dabei aber unsachlich oder ungerecht, kann man auch auf Sachebene beantworten LULKA
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#265 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 28. August 2013, 15:59

Peter Paul hat geschrieben:
Wir fangen doch schon damit an! Mögen wir auch unterschiedlicher Meinung sein - aber wir streiten und schießen nicht aufeinander!

Hätten wir auf der Welt wahre Volksdemokratien, gäbe es keine Krieg und keine Massenmorde!

:-D
Auch verwendet Peter Paul folgendes Zitat: "Keine Flagge ist groß genug, um die Schande zu verdecken, Unschuldige getötet zu haben." Howard Zinn

Entschuldige, dass ich Deinen Rundumangriff etwas daneben finde. Eingeigelt und mit dem Anspruch, dass der Marxismus die allseelig machende Wahrheit ist, bringt man sich in eine rückzugsfreie Situation. Ich denke nicht ganz bequem.

Gestatte aber einige Fragen.

1. Ist Putin ein Demokrat oder ist er in der Lage oder willens die RF in eine "Volksdemokratie" zu verwandeln?

2. Warum ist die Verbindung der Ukraine mit der RF sinnvoller als der Weg nach Europa?

3. Wie bewertest Du die gewollten Störfaktoren, die die RF in den Ex-Staaten der SU installiert hat und mit viel Geld unterhält?

4. Wie stehen die Marxisten zu den elementaren Menschenrechten?

5. Wie ordnest Du bezogen auf Dein obiges Zitat die Haltung der RF(Putins) ein zu den Ereignissen in Syrien?
Giftgas, Volksunterdrückung durch einen Despoten, tausendfacher Mord an Kritikern, Verhinderung wirksamer UNO-Sanktionen durch das
Veto der RF -- um nur einige Stichworte zu nennen.

Und fast hätte ich es vergessen, wie groß müsste denn welche Flagge annähernd sein oder sollte man sich auf eine Standardgröße einigen und sich in der Bitte um Verzeihung und der Gabe der Vergebung üben?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#266 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 28. August 2013, 16:11

Peter Paul hat geschrieben:
lev hat geschrieben:
Worte eines Kommunisten in Gottes Gehörgang ??? [smilie=dntknw.gif] Ich glaube, dass will weder der eine noch der andere.
Weißt wie scheißegal mir das ist, in wessen Gehörgang meine Worte landen, notfalls auch in Gottes Gehörgang. Für mich ist wichtig, dass es Menschen gibt, die über meine Wort nachdenken und begreifen wo die wahren Ursachen für Ausbeutung, Krieg und Verbrechen liegen!

Genauso überheblich wie die der Moskauer Kommunisten oder weißgekochten Patrioten vom Schlage Putins.

Die SU war nun nach Deiner Auffassung der Hort des Friedens, der Völkerverständigung und der Vergesellschaftung der Reichtums der Gesellschaft -- wie aber ordnest Du da den 17. Juni 1953 in der DDR, Ungarn 1956, Raketen auf Kuba 1962, CSSR 1968 und Afghanistan ein.

Woher kam der niedrige Lebensstandard in der SU?

Warum wurden unter dem Kommando Moskaus Menschen zu Hunderttausenden verhungert, zu Tausenden in Lagern zu Tode gebracht und warum war Antisemitismus Staatsdoktrin.

Und woher jetzt so viele Milliardäre, deren Familien zur Nomenklatura der allmächtigen KPdSU gehörten?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#267 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 28. August 2013, 16:18

lev hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
Peter Paul hat geschrieben: Ich bin der Meinung, diese Gräben müssen endlich zugeschüttet werden und alle Hassprediger und Kriegstreiber müssen zum Teufel gejagt werden. Die Völker müssen endlich ihr Schicksal in ihre eigenen Hände nehmen und sich nicht immer von machtgeilen, profitsüchtigen, hasserfüllten und kriegstreibenden "Eliten" gegeneinander aufhetzen lassen!
Dein Wort in Gottes Gehörgang!
Worte eines Kommunisten in Gottes Gehörgang ??? [smilie=dntknw.gif] Ich glaube, dass will weder der eine noch der andere.
Und ich dachte immer, es ist wichtig, was man sagt und nicht, wer.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#268 Beitrag von mbert » Mittwoch 28. August 2013, 16:24

galizier hat geschrieben:Die SU war nun nach Deiner Auffassung der Hort des Friedens, der Völkerverständigung und der Vergesellschaftung der Reichtums der Gesellschaft
Hat er diesen Standpunkt vertreten? Ich habe das etwas anders gelesen. Ich glaube, es gab einen relativen Konsens, dass die SU das eben nicht war (wobei ich wohl davon ausgehe, dass im Detail betrachtet am Ende wohl mehr Dissens als Konsens herauskäme).
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#269 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 28. August 2013, 16:41

Das bezog sich nicht auf ein konkretes Zitat, sondern auf das Selbstverständnis der Marxisten und Kommunisten.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#270 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 28. August 2013, 21:50

galizier hat geschrieben:Das bezog sich nicht auf ein konkretes Zitat, sondern auf das Selbstverständnis der Marxisten und Kommunisten.
Was ist denn an dem Selbstverständnis des Marxisten Peter Paul, wie er es hier beschrieben hat, auszusetzen?
Peter Paul hat geschrieben:Mein Standort: Ich bin Arbeiter und Internationaler Marxist. Habe also nichts mit Stalinismus, Maoismus oder anderweitigen Verfälschungen des Marxismus zu tun!
Ich kämpf gegen den Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus, Neo-Nazi; gegen Kriegstreiber und Massenmörder; gegen Völkerverdummung und Völkerhass; gegen Geschichtsfälscher und Geschichtsrevisionisten, gegen Demagogen und Chauvinisten!
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Galizier, wenn du dir durch wen auch immer einreden läßt, wie das Selbstverständnis von Marxisten und Kommunisten angeblich ist und dir das dann nicht gefällt, dann solltest du vielleicht mal deine Informationsquellen überprüfen.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#271 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Donnerstag 29. August 2013, 02:11

galizier hat geschrieben:
Peter Paul hat geschrieben:
lev hat geschrieben:
Worte eines Kommunisten in Gottes Gehörgang ??? [smilie=dntknw.gif] Ich glaube, dass will weder der eine noch der andere.
Weißt wie scheißegal mir das ist, in wessen Gehörgang meine Worte landen, notfalls auch in Gottes Gehörgang. Für mich ist wichtig, dass es Menschen gibt, die über meine Wort nachdenken und begreifen wo die wahren Ursachen für Ausbeutung, Krieg und Verbrechen liegen!

Genauso überheblich wie die der Moskauer Kommunisten oder weißgekochten Patrioten vom Schlage Putins.

Die SU war nun nach Deiner Auffassung der Hort des Friedens, der Völkerverständigung und der Vergesellschaftung der Reichtums der Gesellschaft -- wie aber ordnest Du da den 17. Juni 1953 in der DDR, Ungarn 1956, Raketen auf Kuba 1962, CSSR 1968 und Afghanistan ein.

Woher kam der niedrige Lebensstandard in der SU?

Warum wurden unter dem Kommando Moskaus Menschen zu Hunderttausenden verhungert, zu Tausenden in Lagern zu Tode gebracht und warum war Antisemitismus Staatsdoktrin.

Und woher jetzt so viele Milliardäre, deren Familien zur Nomenklatura der allmächtigen KPdSU gehörten?

Frage Sonnenblume:
Was ist denn an dem Selbstverständnis des Marxisten Peter Paul, wie er es hier beschrieben hat, auszusetzen?
Peter Paul hat geschrieben:
Peter Paul:
Mein Standort: Ich bin Arbeiter und Internationaler Marxist. Habe also nichts mit Stalinismus, Maoismus oder anderweitigen Verfälschungen des Marxismus zu tun!
Ich kämpf gegen den Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus, Neo-Nazi; gegen Kriegstreiber und Massenmörder; gegen Völkerverdummung und Völkerhass; gegen Geschichtsfälscher und Geschichtsrevisionisten, gegen Demagogen und Chauvinisten!
Soviel zu mir. Damit jeder meine Kommentare auch einordnen kann!


Und wo hatte ich schlechte Informationsquellen?
Was hast Du in der DDR zur Frage der Westukraine gelernt - gelehrt wurde gemäß Moskauer Instruktion.
Holodomor war demzufolge kein Völkermord.
Hatte die SU und hat die RF kein imperiales Gehabe.
Die Allmacht eines Politbüros und deren Durchsetzung war kein Chauvinismus der Macht?
etc.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#272 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 09:55

galizier hat geschrieben: Frage Sonnenblume:
Was ist denn an dem Selbstverständnis des Marxisten Peter Paul, wie er es hier beschrieben hat, auszusetzen?
Peter Paul hat geschrieben:
Peter Paul:
Mein Standort: Ich bin Arbeiter und Internationaler Marxist. Habe also nichts mit Stalinismus, Maoismus oder anderweitigen Verfälschungen des Marxismus zu tun!
Ich kämpf gegen den Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus, Neo-Nazi; gegen Kriegstreiber und Massenmörder; gegen Völkerverdummung und Völkerhass; gegen Geschichtsfälscher und Geschichtsrevisionisten, gegen Demagogen und Chauvinisten!
Soviel zu mir. Damit jeder meine Kommentare auch einordnen kann!


Und wo hatte ich schlechte Informationsquellen?
Was hast Du in der DDR zur Frage der Westukraine gelernt - gelehrt wurde gemäß Moskauer Instruktion.
Holodomor war demzufolge kein Völkermord.
Hatte die SU und hat die RF kein imperiales Gehabe.
Die Allmacht eines Politbüros und deren Durchsetzung war kein Chauvinismus der Macht?
etc.
Lies nochmal, wogegen er kämpft, dann kannst du dir deine Fragen selbst beantworten. Du vermischst hier offensichtlich das, was "im Namen des Kommunismus" im letzten Jahrhundert veranstaltet wurde mit dem tatsächlichen Anspruch von Peter Paul. Das Einzige, was ich auszusetzen hätte, ist sein Kampf gegen den Kapitalismus. Ich denke, man kann ihn menschlich gestalten und deshalb würde ich ihn nicht bekämpfen.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#273 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Donnerstag 29. August 2013, 10:12

Ich habe mich der Mühe unterworfen und einiges zu den Postulaten der Internationalen Marxisten gelesen.
Die Sowjetunion trägt mit Ausnahme der Stalinzeit einen Heiligenschein.
Aber SU steht für Machtpolitik(Imperialismus), steht für Völkerverdummung und Völkerhass, steht für Geschichtsfälschung etc.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#274 Beitrag von stefko » Donnerstag 29. August 2013, 10:44

Peter Paul hat geschrieben: Du bist der einzig die hier von ausrotten spricht! Das die herrschenden, verbrecherischen "Eliten" von der Macht entfernt werden müssen steht allerdings außer Frage! Notfalls auch mit Gewalt.
Ist das nicht das, was gerade in Syrien versucht wird? Eine Revolution gegen die herrschenden Eliten?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#275 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 10:45

galizier hat geschrieben:Ich habe mich der Mühe unterworfen und einiges zu den Postulaten der Internationalen Marxisten gelesen.
Die Sowjetunion trägt mit Ausnahme der Stalinzeit einen Heiligenschein.
Aber SU steht für Machtpolitik(Imperialismus), steht für Völkerverdummung und Völkerhass, steht für Geschichtsfälschung etc.
Frag mal die vielen Völker, die in der Sowjetunion gelebt haben, ob sie das genauso sehen...

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#276 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 10:47

stefko hat geschrieben:
Peter Paul hat geschrieben: Du bist der einzig die hier von ausrotten spricht! Das die herrschenden, verbrecherischen "Eliten" von der Macht entfernt werden müssen steht allerdings außer Frage! Notfalls auch mit Gewalt.
Ist das nicht das, was gerade in Syrien versucht wird? Eine Revolution gegen die herrschenden Eliten?
Was sagt mir das jetzt, dass du "verbrecherischen" weggelassen hast?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#277 Beitrag von mbert » Donnerstag 29. August 2013, 10:59

Sonnenblume hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Ich habe mich der Mühe unterworfen und einiges zu den Postulaten der Internationalen Marxisten gelesen.
Die Sowjetunion trägt mit Ausnahme der Stalinzeit einen Heiligenschein.
Aber SU steht für Machtpolitik(Imperialismus), steht für Völkerverdummung und Völkerhass, steht für Geschichtsfälschung etc.
Frag mal die vielen Völker, die in der Sowjetunion gelebt haben, ob sie das genauso sehen...
Bist Du sicher, dass die sich mehrheitlich in Deinem Sinne äußern würden? Ich kenne eigentlich nur Gegenbeispiele. Leider haben wir hier schon öfter erlebt, dass, wenn diese Stimmen hier zitiert werden, sie von einigen gern pauschal als nationalistisch oder gegen die Völkerverständigung eingestellt abqualifiziert werden.

Ich denke, dass die Meinungen hier je nach Herkunft, Alter und Bildung auch stark divergieren dürften.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#278 Beitrag von stefko » Donnerstag 29. August 2013, 11:08

Sonnenblume hat geschrieben:
stefko hat geschrieben:
Peter Paul hat geschrieben: Du bist der einzig die hier von ausrotten spricht! Das die herrschenden, verbrecherischen "Eliten" von der Macht entfernt werden müssen steht allerdings außer Frage! Notfalls auch mit Gewalt.
Ist das nicht das, was gerade in Syrien versucht wird? Eine Revolution gegen die herrschenden Eliten?
Was sagt mir das jetzt, dass du "verbrecherischen" weggelassen hast?

Gar nichts. Ich habe es so verstanden, dass für Peter Paul die derzeit herrschenden Eliten prinzipiell verbrecherisch sind und es gibt genügend, die das Assad-Regime als verbrecherische Elite bezeichnen würden.

Btw. wer beurteilt ob eine Elite verbrecherisch ist und sie mit Gewalt entfernt werden muss?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#279 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 11:10

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Ich habe mich der Mühe unterworfen und einiges zu den Postulaten der Internationalen Marxisten gelesen.
Die Sowjetunion trägt mit Ausnahme der Stalinzeit einen Heiligenschein.
Aber SU steht für Machtpolitik(Imperialismus), steht für Völkerverdummung und Völkerhass, steht für Geschichtsfälschung etc.
Frag mal die vielen Völker, die in der Sowjetunion gelebt haben, ob sie das genauso sehen...
Bist Du sicher, dass die sich mehrheitlich in Deinem Sinne äußern würden? Ich kenne eigentlich nur Gegenbeispiele....

Ich denke, dass die Meinungen hier je nach Herkunft, Alter und Bildung auch stark divergieren dürften.
Natürlich bin ich mir nicht sicher, ich kenne es nur aus eigenem Erleben in der Ukraine in den Siebzigern/Achtzigern. Da gab es weniger Völkerhass, als ich ihn heute erleben muß.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#280 Beitrag von mbert » Donnerstag 29. August 2013, 11:27

Sonnenblume hat geschrieben:Natürlich bin ich mir nicht sicher, ich kenne es nur aus eigenem Erleben in der Ukraine in den Siebzigern/Achtzigern. Da gab es weniger Völkerhass, als ich ihn heute erleben muß.
Hass ist nie etwas gutes. Aber das selbe gilt auch für eine erzwungene Grabesruhe. Ich denke, dass die Aufarbeitung von Geschichte oft schmerzhaft und mit Konflikten verbunden sind. Ich halte sie aber für notwendig. Wie sähe es hier in Zentraleuropa aus, wenn nicht z.B. Deutschland und Frankreich (oder später Deutschland und Polen) aufeinander zu gegangen wären und in diesem Prozess gelernt hätten, einander wieder zu vertrauen? Das kannst Du nicht per Dekret zur "Völkerfreundschaft" verordnen, das ist ein Prozess, der von allen Seiten mitgetragen werden muss. Ich halte es für einen gefährlichen Irrtum zu behaupten, dass Ukrainer und Russen so einen Prozess nicht bräuchten, weil sie ja ohnehin schon Brüder seien und jeder, der das anzweifle, verantwortlich sei für Hass und Feindschaft. Ich weiß, das hat hier keiner in dieser Form behauptet, aber so eine gewisse Tendenz lese ich schon in manchen Beiträgen heraus.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#281 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 11:40

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Natürlich bin ich mir nicht sicher, ich kenne es nur aus eigenem Erleben in der Ukraine in den Siebzigern/Achtzigern. Da gab es weniger Völkerhass, als ich ihn heute erleben muß.
Hass ist nie etwas gutes. Aber das selbe gilt auch für eine erzwungene Grabesruhe.
Ich denke, damit tust du den vielen, denen in der Sowjetunion die Völkerverständigung ein echtes Bedürfniss und Teil ihres Lebens war, total Unrecht.
mbert hat geschrieben: Ich denke, dass die Aufarbeitung von Geschichte oft schmerzhaft und mit Konflikten verbunden sind. Ich halte sie aber für notwendig. Wie sähe es hier in Zentraleuropa aus, wenn nicht z.B. Deutschland und Frankreich (oder später Deutschland und Polen) aufeinander zu gegangen wären und in diesem Prozess gelernt hätten, einander wieder zu vertrauen? Das kannst Du nicht per Dekret zur "Völkerfreundschaft" verordnen, das ist ein Prozess, der von allen Seiten mitgetragen werden muss. Ich halte es für einen gefährlichen Irrtum zu behaupten, dass Ukrainer und Russen so einen Prozess nicht bräuchten, weil sie ja ohnehin schon Brüder seien und jeder, der das anzweifle, verantwortlich sei für Hass und Feindschaft. Ich weiß, das hat hier keiner in dieser Form behauptet, aber so eine gewisse Tendenz lese ich schon in manchen Beiträgen heraus.
Da sind wir uns völlig einig.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#282 Beitrag von UkraineInteressierter » Donnerstag 29. August 2013, 11:53

galizier hat geschrieben: 5. Wie ordnest Du bezogen auf Dein obiges Zitat die Haltung der RF(Putins) ein zu den Ereignissen in Syrien?
Giftgas, Volksunterdrückung durch einen Despoten, tausendfacher Mord an Kritikern, Verhinderung wirksamer UNO-Sanktionen durch das
Veto der RF -- um nur einige Stichworte zu nennen.

Und fast hätte ich es vergessen, wie groß müsste denn welche Flagge annähernd sein oder sollte man sich auf eine Standardgröße einigen und sich in der Bitte um Verzeihung und der Gabe der Vergebung üben?
Bevor die UN-Experten nicht geklärt haben, wer da was eingesetzt hat, ist jegliche Intervention völkerrechtswidrig. Es gibt ernsthafte Belege und Anzeichen dafür, dass sehr wohl auch die Rebellen Chemiewaffen eingesetzt und schwere Massaker begangen haben. Der Irakkrieg ist noch nicht sehr lange her, und da war man sich in den USA und UK auch sicher, dass die eigenen Vermutungen stimmen.

Wer sagt eigentlich, dass die Mehrheit der syrischen Bevölkerung hinter den Rebellen steht?

Ist Putins Entscheidung, Assad zu unterstützen wirklich undemokratischer, als eine militärische Intervention zu Gunsten der Rebellen, unter denen sich zu großen Teilen Radikale und Extremisten befinden? In Deutschland sind etwa 70 % der Bevölkerung gegen eine Syrien-Intervention, in den USA etwa 60 %. In Russland sieht es vermutlich noch deutlicher aus.
galizier hat geschrieben:Die SU war nun nach Deiner Auffassung der Hort des Friedens, der Völkerverständigung und der Vergesellschaftung der Reichtums der Gesellschaft -- wie aber ordnest Du da den 17. Juni 1953 in der DDR, Ungarn 1956, Raketen auf Kuba 1962, CSSR 1968 und Afghanistan ein.
Ich denke wir sind uns alle einig, dass sie das nicht war. Trotzdem herrschte dort in vielen Regionen Frieden, die heute ein Kriegsgebiet sind.

Wie aber ordnest du eigentlich die US-amerikanische Außenpolitik ein, wenn du schon auf der sowjetischen herumhacken möchtest? Was hälst du von Vietnam, dem Sturz Allendes in Chile, der Unterstützung der Roten Khmer gegen pro-sowjetische Vietnamesen oder auch dem jüngsten Irakkrieg?

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#283 Beitrag von mbert » Donnerstag 29. August 2013, 12:15

Sonnenblume hat geschrieben:
mbert hat geschrieben:Hass ist nie etwas gutes. Aber das selbe gilt auch für eine erzwungene Grabesruhe.
Ich denke, damit tust du den vielen, denen in der Sowjetunion die Völkerverständigung ein echtes Bedürfniss und Teil ihres Lebens war, total Unrecht.
Das finde ich nicht. Ich habe vor diesen Leuten großen Respekt. Es ist aber andererseits Tatsache, dass eine kulturelle oder gar politische Selbstbestimmung der Völker im Vielvölkerstaat SU nur sehr eingeschränkt möglich war und Kritik daran oder Initiativen, die Selbstbestimmung zu vergrößern, systematisch unterdrückt wurden.
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#284 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. August 2013, 12:54

mbert hat geschrieben:... Es ist aber andererseits Tatsache, dass eine kulturelle oder gar politische Selbstbestimmung der Völker im Vielvölkerstaat SU nur sehr eingeschränkt möglich war und Kritik daran oder Initiativen, die Selbstbestimmung zu vergrößern, systematisch unterdrückt wurden.
In Fragen der politischen Selbstbestimmung gebe ich dir recht. Deshalb ist ja wahrscheinlich auch das Land auseinandergebrochen. Was das Kulturelle betrifft, so hatte die SU durchaus Perioden, wo die kulturelle Vielfalt keineswegs behindert sondern auch von Staats wegen eher gefördert wurde.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#285 Beitrag von mbert » Donnerstag 29. August 2013, 14:21

Sonnenblume hat geschrieben:Was das Kulturelle betrifft, so hatte die SU durchaus Perioden, wo die kulturelle Vielfalt keineswegs behindert sondern auch von Staats wegen eher gefördert wurde.
Naja, dazu muss man das Glück haben, in der richtigen Zeit gelebt zu haben.

Es gab z.B. eine Phase, wo einige wenige ukrainischsprachige Spielfilme produziert werden durften. Das war dann aber auch schnell wieder vorbei. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das etwa der Kultfilm Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... von 1961, der in der Ukraine spielt und in dem fast nur Ukrainer vorkommen, zunächst in ukrainischer Sprache produziert, dann aber unter Verschluss genommen und als russischsprachige Version überarbeitet veröffentlicht wurde. Dass es überhaupt eine ukrainische Fassung gab, war ein wohlgehütetes Geheimnis, das erst gelüftet wurde, als kürzlich jemand in einem Mariupoler Archiv das Original fand. Die damalige Führung fand die Idee einer ukrainischsprachigen Komödie so gefährlich, dass sie verhindert und geheimgehalten wurde (man hätte ja auch beide Fassungen veröffentlichen können).

Ein anderes Beispiel aus jüngerer Zeit ist die unerträglich kitschige ukrainischsprachige Schlagermusik, die typischerweise auf westukrainischen Hochzeiten u.ä. gespielt wird. Ich hatte zu dem Thema mal eine sehr interessante Unterhaltung. In den 70er und 80er Jahren unterlag natürlich die Veröffentlichung und Aufführung von Musik der Zensur, und Musiker, die in ihren jeweiligen Heimatsprachen singen wollten, wurden extrem kritisch betrachtet, es wurde typischerweise nur Material geduldet, das absolut unverfänglich und harmlos war, und als das galt typischerweise nur extremer, volkstümlicher Kitsch. Es gab Versuche von ukrainischen Musikern, anspruchsvolle, ukrainische Musik zu produzieren, die aber meist in Verboten und/oder extremen Behinderungen, was Auftrittsmöglichkeiten etc. betraf, resultierten. Eine der wenigen Möglichkeiten, z.B. im Fernsehen nationale Besonderheiten zu zeigen, waren die diversen Schlager-Musiksendungen, wo "volkstümliche" Kostüme und Musikstile erlaubt waren. Das führte dazu, dass ukrainischsprachige Musiker, die nicht in russischer Sprache produzieren wollten, in dieses Genre gedrängt wurden. Im Westen der Ukraine führte das dazu, dass Menschen, selbst wenn sie sich an sich nicht für Schlager interessierten, dennoch genau diese Musik konsumierten, weil sie eben ukrainisch war und nicht russisch.

Ähnlich sah es bei Veröffentlichungen in Schriftform aus. Westukrainische Intellektuelle Musiker und Dichter (die oft nebenher auch Musiker waren) wie Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..., Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... (der Vater von Тарас Чубай, Sänger von Плач Єремії), Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..., Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... und Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... waren schon zu Beginn ihres Schaffens (sie waren ja meist zuallererst Romantiker und nicht alle von vorn herein Dissidenten, auch wenn sie letztlich alle zu solchen wurden) Schikanen (z. B. Rausschmiss von der Universität) bis hin zu Verfolgung ausgesetzt.

Ich finde, dass der Begriff "kulturelle Selbstbestimmung", wenn er sich allein auf folkoristische, extrem harmlose oder geradezu triviale Betätigung beschränkt, leicht zu einer Karikatur seiner selbst wird.
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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#286 Beitrag von stefko » Donnerstag 29. August 2013, 14:56

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Was das Kulturelle betrifft, so hatte die SU durchaus Perioden, wo die kulturelle Vielfalt keineswegs behindert sondern auch von Staats wegen eher gefördert wurde.
Naja, dazu muss man das Glück haben, in der richtigen Zeit gelebt zu haben.
... und vor der nächsten Gegenbewegung eines natürlichen Todes zu sterben. Eines der extremsten Beispiele war ein Kongress für Kobzari der im Dezember 1933 in Kharkiv veranstaltet wurde. Alle der rund 300 Teilnehmer, die extra zu diesem Kongress eingeladen wurden, wurden erschossen. Der Kongress war nur eine Falle...

Auch ein Puzzle Stein in dem Bild des Holodomors als Genozid.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#287 Beitrag von UkraineInteressierter » Donnerstag 29. August 2013, 18:00

mbert hat geschrieben:
Es gab z.B. eine Phase, wo einige wenige ukrainischsprachige Spielfilme produziert werden durften. Das war dann aber auch schnell wieder vorbei. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das etwa der Kultfilm Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... von 1961, der in der Ukraine spielt und in dem fast nur Ukrainer vorkommen, zunächst in ukrainischer Sprache produziert, dann aber unter Verschluss genommen und als russischsprachige Version überarbeitet veröffentlicht wurde. Dass es überhaupt eine ukrainische Fassung gab, war ein wohlgehütetes Geheimnis, das erst gelüftet wurde, als kürzlich jemand in einem Mariupoler Archiv das Original fand. Die damalige Führung fand die Idee einer ukrainischsprachigen Komödie so gefährlich, dass sie verhindert und geheimgehalten wurde (man hätte ja auch beide Fassungen veröffentlichen können).
Die russische Wikipedia gibt eine andere Begründung an, weshalb der Film auf Russisch nachsynchronisiert wurde:
"Фильм был снят на украинском языке на киностудии имени Довженко, так как изначально получил вторую категорию и планировался к показу только на территории Украинской ССР. Позже, когда фильм завоевал огромную популярность, он был частично переозвучен[2] этими же актёрами на русский язык[3], и был запущен во Всесоюзный прокат. Оригинальная звуковая дорожка на украинском языке долгое время считалась утерянной, однако была найдена в мариупольском фильмофонде в 2013 году.[4]"

Vielleicht war der Grund ja auch, dass man den Film einfach nur in der ganzen SU zeigen wollte? Und mit Ukrainisch ging das einfach nicht.

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Re: "Warum Putin kein Demokrat sein darf"

#288 Beitrag von stefko » Donnerstag 29. August 2013, 18:08

UkraineInteressierter hat geschrieben:
mbert hat geschrieben:
Es gab z.B. eine Phase, wo einige wenige ukrainischsprachige Spielfilme produziert werden durften. Das war dann aber auch schnell wieder vorbei. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das etwa der Kultfilm Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... von 1961, der in der Ukraine spielt und in dem fast nur Ukrainer vorkommen, zunächst in ukrainischer Sprache produziert, dann aber unter Verschluss genommen und als russischsprachige Version überarbeitet veröffentlicht wurde. Dass es überhaupt eine ukrainische Fassung gab, war ein wohlgehütetes Geheimnis, das erst gelüftet wurde, als kürzlich jemand in einem Mariupoler Archiv das Original fand. Die damalige Führung fand die Idee einer ukrainischsprachigen Komödie so gefährlich, dass sie verhindert und geheimgehalten wurde (man hätte ja auch beide Fassungen veröffentlichen können).
Die russische Wikipedia gibt eine andere Begründung an, weshalb der Film auf Russisch nachsynchronisiert wurde:
"Фильм был снят на украинском языке на киностудии имени Довженко, так как изначально получил вторую категорию и планировался к показу только на территории Украинской ССР. Позже, когда фильм завоевал огромную популярность, он был частично переозвучен[2] этими же актёрами на русский язык[3], и был запущен во Всесоюзный прокат. Оригинальная звуковая дорожка на украинском языке долгое время считалась утерянной, однако была найдена в мариупольском фильмофонде в 2013 году.[4]"
Das mit dem auf unergründliche Weise Abhandenkommen des Films ist aber nicht gerade sehr plausibel...
UkraineInteressierter hat geschrieben: Vielleicht war der Grund ja auch, dass man den Film einfach nur in der ganzen SU zeigen wollte? Und mit Ukrainisch ging das einfach nicht.
Und deswegen konnte man den Film in der Ukrainischen SSR nicht auch auf Ukrainisch zeigen?

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